GESCHICHTE DER SCHWANNER WARTE

Im Jahr 1884 wird der württembergische Schwarzwaldverein gegründet.
Zwei Jahre später erstellt der Bezirksverein Neuenbürg das erste Aussichtsgerüst am Waldrand bei Schwann, mit dem dann am 24 Juni 1886 der Schwarzwaldverein erstmalig die Wanderfreunde erfreuen konnte.

Man gab trotz der nahen Tannen und Fichten der deutschen Eiche den Vorzug. Auf vier starken Eckpfeilern ruhte in 12 m Höhe die geräumige Aussichtsplattform.
32 Jahre hielt das Gerüst Wind und Wetter stand, 1918 wurde das Besteigen wegen Lebensgefahr untersagt und daraufhin abgebrochen.

Die Wiederherstellung eines neuen Aussichtsturms war 1925 der hauptsächliche Grund, dass in Schwann eine Ortsgruppe gegründet wurde. Die 15 Gründungsmitglieder gingen sofort an die Arbeit und schon am 30. Mai 1926 konnte ein stabiler Turm auf soliden Fundamenten seiner Bestimmung übergeben werden.

Nach nur 19 Jahren seines Bestehens ereilte auch den zweiten Turm ein jähes Ende. Die Warte fiel durch Beschuss während des Einmarschs 1945 in Schutt und Asche.

Bereits 1949 fand die Wiedergründung der Ortsgruppe Schwann statt und damit auch die Anfangsgeschichte des dritten Aussichtsturms.

Die Hauptarbeit lag dabei in der Beschaffung des Kapitals und Holz für den Wiederaufbau, der dann 1953 in einer sechswöchigen Bauzeit erfolgte.

Im Jahr 1989 fasste die Verwaltung des inzwischen in Schwarzwaldverein Straubenhardt umbenannten Ortsgruppe den Entschluss die Warte grundlegend zu renovieren, mit Stromanschluss zu versehen und für die Besucher eine Außentreppe zu installieren.

Am 23 und 24. Juni 1990 wurde die Schwanner Warte in völlig neuem Gewand durch ein Einweihungsfest der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Gleichzeitig begann für die Ortsgruppe durch den ebenfalls fertiggestellten Innenausbau, eine neue Ära, denn sie hatte sich damit ein schönes Wanderheim geschaffen.

Der Schwarzwaldverein Straubenhardt sieht in der Erhaltung und Pflege des Turms eine Hauptaufgabe für die Zukunft, damit er auch in den kommenden Jahrzehnten ein beliebter Anziehungs- und Treffpunkt in herrlicher Umgebung bleiben kann.